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Warum ist Zigaretten stopfen billiger?

Eigentlich wären Zigaretten ja gar nicht so teuer. Tabak, Papier, Filter und die Verpackung oder die Verarbeitung sorgen nicht dafür, dass ein Päckchen Zigaretten in Deutschland bereits über 5 Euro kostet. Die Tabaksteuer ist eine beliebte Einnahmequelle und das nicht erst seit kurzem. Der Erste, der auf die Idee kam, an Rauchern Geld zu verdienen war Kardinal Richelieu (ja, der aus den Drei Musketieren), der 1621 in Frankreich die Tabaksteuer einführte. In Deutschland dauerte es dann bis 1868, der Deutsche Zollverein führte in dem Jahr eine Flächensteuer für den Tabakanbau ein. Preußen hatte dies bereits in den Jahren zuvor getan. Die Abgabe ähnelte der Grundsteuer, allerdings brachte sie nicht so viel ein, wie man erhofft hatte und so dauerte es nur bis zum 16. Juli 1879 bis der Reichstag eine Tabaksteuer einführte, die nach dem Gewicht des Rohtabaks bemessen wurde. Während Schnupf- und Kautabak seit 1993 steuerfrei sind, gibt es heute unterschiedliche Steuersätze für Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Feinschnitt und Pfeifentabak. Und anders als noch 1879 wird heute längst nicht mehr allein das Gewicht des Rohtabaks herangezogen, um die Tabaksteuer zu berechnen.

Zigaretten werden anders besteuert als Tabak - daher ist Drehen billiger

So werden fertige Zigaretten anders besteuert als Pfeifentabak oder Feinschnittware. 2015 wurde für jede einzelne Zigarette 9,82 Eurocent Steuern fällig. Die fertige Packung wurde dann noch einmal mit 21,69 Prozent des Kleinverkaufspreises berechnet. Es wird also die Menge an Zigaretten ebenso besteuert wie der Wert. Und zu all dem kommt dann noch die Mehrwertsteuer hinzu. Und wie bei anderen Gütern auch, wird pro Verpackung auch noch ein Umweltanteil erhoben (Grüner Punkt, pro Schachtel etwa 0,15 Eurocent). Aufgeschlüsselt bedeutet das für eine Packung Markenzigaretten mit 19 Zigaretten für 2015 folgende Aufteilung: Von den 5,60 Euro kassiert der Staat über Tabaksteuer und Mehrwertsteuer 3,97 Euro. Dabei entfallen 3,08 Euro auf die Tabaksteuer und 0,89 Euro auf die Mehrwertsteuer. Damit bleiben gerade einmal 1,63 Euro für den Hersteller und den Handel übrig. Zweidrittel von diesen 1,63 Euro landen etwa beim Hersteller, der Rest beim Handel.

Tabak zum selber drehen kommt da günstiger weg. Hier werden 45 Euro Tabaksteuer auf ein Kilogramm Feinschnittware erhoben. Dazu kommen dann 14,3 Prozent des Kleinverkaufspreises. Richtig bescheiden gibt sich der Fiskus dann bei Zigarren und Zigarillos. Diese werden mit nur 1,4 Cent je Stück besteuert und dazu kommen lediglich 1,47 Prozent des Kleinverkaufspreises.

Die Tabaksteuer lässt sich in Deutschland wohl nur auf einem Weg umgehen: Man müsste den Tabak selbst anbauen und selbst verwerten und das Produkt dann auch selbst konsumieren.

Wie viel bringt die Tabaksteuer dem deutschen Staat ein?

Jährlich sind es etwa 14 Milliarden Euro, die die Tabaksteuer dem deutschen Staat einbringen (2014 14,2 Milliarden Euro). Fertigzigaretten sind alleine mit 12,2 Milliarden Euro (2014, 86 Prozent der Tabaksteuereinnahmen) mit dabei. In den letzten Jahren gab es übrigens acht Steuererhöhungen bei der Tabaksteuer.

Entwicklung Zigarettenpreise in Deutschland

2002 kostete eine Schachtel Zigaretten (Marke) noch 3 Euro (19 Stück). Alleine zwischen 2002 und 2007 gab es fünf Tabaksteuererhöhungen, 2007 dann noch eine Mehrwertsteuererhöhung. Schon 2004 kostete eine Schachtel 4 Euro. 2012 wurde dann die 5 Euro Marke erreicht. 2009 haben dann die Hersteller selbst die Zigarettenpreise um 20 Cent erhöht. Zwischen 2011 und 2015 folgten dann fünf weitere Tabaksteuererhöhungen, so dass aus den 3 Euro 2002 nun 13 Jahre später 5,60 Euro geworden sind.
Seit 2009 gibt es auch eine Mindestgröße für Zigarettenpackungen. Es müssen mindestens 19 Zigaretten drin sein. Zwischen 2005 und 2009 waren 17 Stück Packungen auf den Markt geworfen, wohl um die 4 Euro Grenze nicht zu überschreiten.

Warum ist selber drehen aber nun so viel billiger?

Eine Zigarette kostet alleine 9,82 Eurocent Steuern. Dann kommen noch 21,69 Prozent Steuer auf den Kleinverkaufstpreis drauf und dann natürlich die Mehrwertsteuer.

Bei Tabak kommt man als Käufer gleich zwei Mal besser weg. Die Steuer auf den Kleinstverkaufspreis beträgt nur 14,3 Prozent (???) und statt eine Steuer pro Zigarette gibt es eine Steuer pro Kilogramm Tabak. Die liegt bei 45 Euro pro Kilogramm. Wenn man nun rechnet, dass für eine Zigarette etwa 0,7 Gramm Tabak benötigt werden, bekommt man ca. 1400 Zigaretten aus einem Kilogramm. Damit wäre man bei nur 3,2 Eurocent Tabaksteuer pro selbst gedrehter Zigarette. Dasmit das Geld sparen beim Drehen nicht zu viel Zeit kostet, sollte man sich nach einer geeigneten Zigarettenstopfmaschine umsehen. Denn es bringt ja nichts, wenn man Geld spart, da man nun Zigaretten selbst stopft, aber keine Freizeit mehr hat, weil die für das stopfen drauf geht.



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